Über mich

"Was immer dem Geist entspringt, ist von der Natur des Geistes. Oder gibt es etwa einen Unterschied zwischen dem Wasser und seinen Wellen?"

Kurz zu meiner Person. Im Jahre 1987 wurde ich als Säugling von meinem Mutterschiff zur Erde transportiert, um die Verhaltensweisen der Menschen als Teil Ihrer Gesellschaft zu studieren.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte ich mich nach ein paar Monaten an die dort vorherrschende Gravitation anpassen und erste wackelige Schritte mit meinen viel zu kurz geratenen Beinen(*) ausführen.

* dieses Defizit konnte ich mittlerweile zum Glück beheben

Nach diesen ersten weltbewegenden Schritten verliefen die folgenden Jahre relativ ereignislos. 

Notiz an mich selbst: an dieser Stelle noch weitere Ergüsse bezüglich meiner Genialität und Weltherrschaftsphantasien platzieren. Ach ja... und Bescheidenheit... das ist schließlich meine großartigste Eigenschaft.

Diagnose

Erste Hinweise darauf, dass ich Autist sein könnte, habe ich im Frühjahr 2015 entdeckt. Daraufhin habe ich mich - mit autistischer Präzision - intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Nach stundenlanger Recherche im Internet, vielen Büchern und sonstigem Informationsmaterial, konnte ich sagen - ja ich bin Autist.

Auch, wenn die Meisten eine Möglichkeit zur Selbstdiagnose angezweifelt hatten, war ich mir dennoch bewusst, dass ich über die nötige "Selbstobjektivität" und Reflexionsfähigkeit verfüge, um diese Diagnose für mich zu stellen. Die Art und Weise, wie ich mich in das Thema einfühlen konnte und wie bekannt mir viele Probleme vorkamen, ließ keinen Platz für Zweifel.

Um vollends sicher zu gehen, musste ich mich natürlich trotzdem auch einer klinischen Diagnose stellen. Nach vielen - unendlich langen - Monaten war es dann endlich so weit. Nach drei Diagnoseterminen die Erleichterung - ich war zwar anders, aber es war ok, wie ich bin. Endlich hatte das, was ich all die Jahre erlebt und empfunden hatte, einen Namen - Asperger Syndrom -> ich war Autist.

All die Jahre, in denen ich mein Verhalten negativ reflektiert hatte, hatten nun ihre Daseinsberechtigung - und das Beste daran: es war ok, wie es war. Eine Absolution für all die Zweifel und Selbstkritik, die mein Leben bis dahin dominiert hatten.